Wanderung am 23.04.2023 im Schwarzachtal

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Elfriede
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Wanderung am 23.04.2023 im Schwarzachtal

Beitrag von Elfriede »

Wegen drohendem Dauerregen wurde die für ursprünglich für den 26.03.2023 geplante Tour auf diesen Tag verschoben. Trotz erneuter Schlechtwetterprognose machten sich 15 Teilnehmer auf die abwechslungsreiche Wanderung und wurden mit trockenem teilweise sonnigem Frühlingswetter belohnt.
Von Startpunkt in Feucht unterquerten wir die Autobahn und erreichten das kleine Naherholungsgebiet am Stadtrand mit den beiden Jägerseen und das Naturschutzgebiet bei den Krugsweihern. Ein schöner Weg führte uns dann zum Ludwig-Donau-Main-Kanal oder kurz „Alter Kanal“. Das bekannte Bauwerk, fertiggestellt im Jahr 1845, verlor bald durch die Eisenbahn seine Bedeutung als Transportweg, für große Rhein- oder Donauschiffe ohnehin nicht groß genug, wurde er nach Beschädigungen im 2. Weltkrieg endgültig 1950 als offizielle Wasserstraße aufgelassen. Gelegentlich wird er in einem kleinen Abschnitt noch durch das Treidelschiff „Elfriede“ genutzt.
Am Schloss Kugelhammer vorbei bestaunten wir den Gauchsbachbrückkanal und erreichten nach einer längeren Kanalpassage auch den größeren Schwarzachbrückkanal, die beiden einzigen verbliebenen Brücken mit Wasserführung. Hier verließen wir den Kanal und stiegen hinab zur Schwarzachklamm. Auf zwei Kilometern entstand eine beeindruckende Landschaft mit schräg geschichteten Sandsteinen und steilen Schluchtwänden. Es bildeten sich auch einige Höhlen, die bekanntesten sind die Karlshöhle und die nach dem Schwedenkönig benannte Gustav-Adolf-Höhle. Am Ende der Schlucht kamen wir am kleinen Faberwehr vorbei und ließen für kurze Zeit die Schwarzach hinter uns.
Für ein passendes Gruppenfoto wählten wir das auf dem Weg liegende, mit Türmchen verzierte Faberschlösschen, erbaut im Jahr 1885 durch den Bleistiftfabrikanten aus Stein, heute genutzt als Seniorenheim. Wir überquerten das Tal und entdeckten genau gegenüber das wehrhafte Petz’sche Schloss am Rande von Schwarzenbruck. Nach kurzer Besichtigung von außen erreichten wir unser gut verstecktes Lokal „Schwarzachstuben“ und ließen uns die griechische Küche schmecken.
Nach dem Mittagessen streiften wir durch den Ort, vorbei am Street Art Kunstturm, ein Trafohaus, welches 2021 mit Bildern aus der Wallensteinzeit verschönert wurde, bis wir letztendlich einen naturbelassen, verwunschenen Ort erreichten. Auf schmalen Pfad umrundeten wir eine interessante Moorlandschaft, mit offenen Wasserflächen und besonderer Vegetation.
Alle lauschten gespannt der Sage vom Seelenfänger Sporizel aus dem Schwarzachtal. Zum Schutz gegen den bösen Dämon erhielt die Gruppe eine Probe des hochprozentigen Hochmoorgeistes und machte sich dann wohlgelaunt auf den Rückweg zum Ausgangspunkt.
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Viele Grüße von
Elfi
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