Wanderung am 03.04.2022 in Hohenstadt

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Elfriede
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Wanderung am 03.04.2022 in Hohenstadt

Beitrag von Elfriede »

Die angekündigte Frühlingswanderung fiel aus. Dafür bekamen sechs unerschrockene Wanderer bei strahlendem Sonnenschein eine traumhafte Winterlandschaft geboten.
Start der Wanderung am Parkplatz beim Bahnübergang vor Hohenstadt. Durch die Randbezirke von Hohenstadt stiegen wir hinauf bis zu den Kriegerdenkmälern aus den Weltkriegen des 20. Jahrhunderts. Von hier bot sich ein schöner Ausblick auf die Stadt.
Wir zogen eine kleine Schleife um den hier im Wald versteckten, imposanten Christrosenbewuchs zu bewundern. Der Neuschnee sorgte für eine stimmungsvolle Blütenpracht.
Von hier ging es dann steil hinauf auf schmalen schneebedeckten Wegen bis zum Hohenstadter Fels, ein Aussichtspunkt mit Frankenflagge und exponiert gelegener Rastbank.
Begeistert von der winterlichen Landschaft zogen wir weiter auf die Höhe von Großviehberg. Vorbei an schneebedeckten Bärlauchpflanzen erreichten wir das Dorf mit imposanten Fachwerkhäusern und dem Wasserturm mit großer Uhr und Viehwaage aus dem Jahr 1910. Ein besonderes Wahrzeichen, welches im Jahr 2010 renoviert wurde und allseits unter dem Namen „Schnibbo“ bekannt ist.
„Schnibbo“ bedeutet eigentlich Schnittball, eine frühere Bezeichnung für die hier zum Zeit-punkt der Schnitternte gefeierte Kirchweih. Die Berechtigung zur Bezeichnung als „Schnittkerwa“ erkauften sich die Großviehberger Wirte, da es hier keine „Kirche“ gab. Auch heute trägt die hier verkehrende Buslinie den Namen „Schnibbo-Express“.
Von hier wanderten wir flott hinab nach Kleedorf, wo wir im Gasthof „Zum alten Schloss“ ein leckeres Mittagessen einnahmen.
Frisch gestärkt ging es weiter am „PilgerPoint“ vorbei, einer Gedenktafel am Main-Donau-Weg, der erst 2020 eröffnet wurde. Steil aufwärts, teilweise über umgestürzte Bäume kraxelnd, erreichten wir wieder die Höhe um Großviehberg. Dort bot sich ein schöner Blick auf den Moritzberg und auf Nürnberg mit dem Fernsehturm.
Hier trafen wir auch auf den sogenannten „Kalorienweg“, eine 7 km lange Wanderung um Hersbruck mit 9 lustigen Etappentafeln, die auf den jeweiligen Kalorienverbrauch hinweisen. Dieser startet mit einem Glas Wein und endet mit Schweinebraten mit Kloß.
Auf versteckten kleinen Pfaden näherten wir uns im Wald dem Steinbruchhäuschen von Großviehberg, hier bot sich eine schöne Aussicht nach Happurg mit den beiden Stauseen.
Auf dem Weiterweg erreichten wir noch den Teufelsgraben. Ein gesicherter Weg mit Treppen führte uns hinab in die naturbelassene Schlucht. Hier entsteht das Bächlein „Essiggraben“ im Hersbrucker Buchengebiet. Das Buchbrünnlein, eine gefasste Quelle lädt den Wanderer zur Rast ein.
Nach 4,5 Stunden reiner Gehzeit erreichten wir frohgestimmt den Ausgangspunkt der Wanderung. Die Begeisterung ob des unerwartet schönen Wetters und der besonderen landschaftlichen Eindrücke hielt noch lange an.
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Viele Grüße von
Elfi
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